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Die Tradition Wurstsuchens: Unser Wurstsuchen ist schon so
alt, dass kaum noch einer der aktiven Wurstsucher den Ursprung des Wurstsuchens
kennt. Also befragten wir die Wurstsucher vergangener Tage aus Ling- und
Langwedel, wer das Wurstsuchen und warum in Leben gerufen hat? Die meist
gehörte Antwort war: „Keine Ahnung warum!“ und „Wurstsuchen gab es schon als
ich Kind war.“ Erst die richtig Alten und Weisen können und uns einen Ursprung
zu unserem schönsten Tag des Jahres erzählen.
Wir denken und
gehen zurück an eine
Zeit, in der Bauern Mägde und Knechte auf ihren Hof beschäftigten. Diese
bekamen für ihre tägliche harte Arbeit zwar nur wenig Lohn aber Unterkunft und
Essen. Da im Winter nichts auf den Feldern zu tun gab, nur das Vieh versorgt
wurde und kleine Arbeiten auf dem Hof anfielen, hatte man mehr Zeit und man
wollte mal richtig einen drauf zu machen. Die Mägde und Knechte verkleideten
sich und zogen mit Musik von Hof zu Hof und von Haus zu Haus, um den Winter zu
vertreiben. Dafür forderten sie von den Hof- und Hausbesitzern 'ne Wurst! Mit
etwas Brot, Butter, Eier, Trinken oder Geld war man auch zufrieden. Wer nichts
gab wurde mit Ruß bestraft. Abends wurde das ersammelte dann festlich verzehrt.
Wann es das erste Wurstsuchen gab,
wird wohl nicht mehr herauszufinden sein. Aber es ist eigentlich ganz egal.
Hauptsache so eine alte Tradition wird mit ein paar Erweiterungen im Laufe der
Zeit weiter geführt.
Text: Tiffy
(Wurstsucher a.D.)
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